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TSV Kastl 2 vs. ESV Mühldorf 1  - 2:3

Was für ein Spiel! Vorab ein Paar Eckdaten: 9 gelbe Karten, 4 gelb-rote Karten, 150 Zuschauer, 2 Elfmeter, 5 Tore - das sagt eigentlich schon Alles! Für ein B-Klassenspiel sind 150 Zuschauer eine mehr als gute Zahl und dementsprechend war auch die Stimmung am Spielfeldrand - hitzig ist untertrieben. Die Zahlenmäßig überlegenen Kastler Fans wollten Ihre Mannschaft natürlich gewinnen sehen und feuerten die Mannschaft kräftig an. Die mitgereisten ESV Anhänger standen dem aber in nichts nach und unterstützten auch Ihre Mannschaft so gut es ging. Den besseren Start in das Spiel konnte aber letztlich der ESV Mühldorf für sich verbuchen.

Ein ESV'ler wird nach nur 2 Minuten im Kastler Strafraum gelegt - der Schiedsrichter zeigt auf den Punkt, Elfmeter! Viele dachten nun vielleicht "Oh Gott, ein Elfmeter in der Anfangsphase für den ESV? Das kann doch wieder nur schief gehen!" - nicht dieses Mal. Viktor Färderer versenkte den Strafstoß zu 0:1 Auswärtsführung. Der Plan von Spielertrainer Alexander Hirsch schien aufzugehen - Kastl zwar jetzt noch bissiger aber der ESV mit einem weiteren Tor. Justin Trillitzsch lässt dem Kastler Keeper in der 12. Minute nämlich nicht den Hauch einer Chance und erhöht auf 0:2.

Die Kastler steckten aber keines Wegs auf und begannen Druck aufzubauen. Dies wurde durch ein Tor vom Kastler Adrian Schäfer belohnt. Der 1:2 Anschlusstreffer war gleichzeitig auch der Pausenstand. Bereits in der ersten Hälfte zeichnete sich aber ab, dass beide Mannschaften das Spiel nicht mit 11 Spielern beenden werden. Sage und Schreibe 9 gelbe Karten musste der Schiedsrichter in der ersten Halbzeit an beide Mannschaften verteilen - jeweils fast die Hälfte der Spieler zum Pausenpfiff vorbelastet.





Nach der Halbzeit dann wieder der ESV. Justin Trillitzsch setzt sich in der 67. Minute gegen einen Kastler Verteidiger durch und legt mustergültig auf Iwan Scheibl quer, der trotz verletztem Oberschenkel alles riskiert und zur 1:3 Führung einschieben kann. Nach dieser Aktion musste Scheibl zunächst ausgewechselt werden um sich behandeln zu lassen - eine Schürfwunde am Oberschenkel verursachte sichtlich starke Schmerzen, was Scheibl aber nicht davon abhielt nach einigen Minuten Pause wieder ins Spielgeschehen einzugreifen.

Dann aber - fast schon wie erwartet - eine Flut an gelb-roten Karten. Nachdem beide Mannschaft bereits in der ersten Halbzeit extrem hart zu Werke gegangen waren, ging diese Art Fußball zu spielen auch in der zweiten Halbzeit weiter. Die Folge waren jeweils die gelb-rote Karten für den TSV Kastl in den Minuten 69, 76 und 85. Der ESV holte sich die gelb-rote Karte in Form von Nicki Golpert in der 83. Minute ab. Innerhalb von 15 Minuten standen also statt 22 plötzlich nur noch 18 Spieler auf dem Platz - 8 Spieler beim TSV Kastl und 10 Spieler beim ESV Mühldorf.

Der TSV Kastl kam zwar mitten in dieser Flut an Platzverweisen via Elfmeter noch zum 2:3 Anschlusstreffer und auch ESV Tormann Stefan Leipholz musste einiges riskieren um die 3 Punkte festzuhalten aber letztendlich hat es gereicht und die erste Mannschaft konnte den 3. Sieg im 3. Spiel einfahren. Ein hochverdienter Sieg. Der läuferische und vor allem kämpferische Aufwand war enorm. Der TSV Kastl in einigen Situationen vielleicht auch etwas zu undiszipliniert gegenüber dem Schiedsrichter und zu hartem Einsatz gegenüber den Gegenspielern, was zu einer deutlichen Unterzahl auf dem Platz und somit wohl zumindest zur Niederlage beigetragen hat.

Fazit: Auch vor einer stark verstärkten 2. Mannschaft vom TSV Kastl braucht sich unsere erste Mannschaft also nicht verstecken. Es war wohl jedem klar, dass das Spiel in Kastl eines der schwersten Spiele der Saison werden würde. Für die Zuschauer ein echtes Highlight. Für Spieler, Trainer und vor allem auch dem Schiedsrichter war es Schwerstarbeit. Kann man das Leistungsniveau aus ESV Sicht beibehalten sieht es für den weiteren Saisonverlauf alles andere als schlecht aus.



SV Erlbach 3 vs. ESV Mühldorf 2

Unter der Woche mit beiden Mannschaften Auswärts zu spielen ist vor allem in den unteren Klassen mehr als eine Herausforderung. Prinzipiell lief beim Auswärtsspiel in Erlbach einiges schief. Man hat aus ESV Sicht das Spiel offiziell von 18:00 auf 19:00 Uhr verlegt. Dies wurde von Erlbach und vom Spielgruppenleiter bereits im Juli bestätigt womit der ESV zurecht davon ausging, dass das Spiel um 19:00 Uhr angepfiffen würde. Offizieller Anpfiff laut SV Erlbach / BFV war aber dennoch 18:00 Uhr. Generell muss man sich hier fragen, wie sich der BFV einen Spielbeginn um 18:00 Uhr vorstellt. Die Fahrt von Mühldorf nach Erlbach dauert um die 30 Minuten und die meisten Spieler arbeiten bis 17:00 Uhr. Sprich aller frühestens hätte man um 17:30 beim ESV abfahren können + 30 Minuten Fahrzeit wäre dann schon 18:00 Uhr - Spielbeginn. So funktioniert das natürlich nicht. Wie es letzendlich zu diesen zeiltichen Problemen kommen konnte ist aktuell unklar.

Die zweite Mannschaft kam um ca. 18:15 Uhr in Erlbach an und wurde aufgefordert sich sofort umzuziehen um das Spiel sofort zu starten - ein Teil der Startaufstellung war da noch nicht mal anwesend. Schnell in die Trikots. 2-3 Bahnen warmlaufen. Anpfiff - alles andere als eine optimale Vorbereitung auf das Spiel. Der ESV musste außerdem viele nicht trainierende Spieler reaktivieren um überhaupt antreten zu können. Günther Holler hatte seine Fußballschuhe eigentlich schon an den Nagel gehängt und musste ebenso einspringen wie Viktor Volkov (keine Trainingseinheit) und Alexander Kechter (die letzten Wochen im Urlaub). Nicht mit dabei auch Leistungsträger wie Adam Soos und Alper Cinar. 

Der ESV verkaufte sich in der ersten Halbzeit dennoch nicht schlecht und kam sogar zu einigen guten Chancen die leider ungenutzt blieben. Mit ein wenig mehr Glück hätte man bereits in den Anfangsminuten einen "Luky-Punch" setzen können. Dies blieb jedoch leider aus. Stattdessen kam Erlbach mit einem sehenswerten, unhaltbaren Schuss aus 20 Metern in den Winkel zur 1:0 Führung. Der ESV stand dennoch weiterhin gut und stabil - bis kurz vor Ende der ersten Halbzeit. Ein heber in den Strafraum den der nicht aufgewärmte Alexander Attenhauser in dieser Situation leider verpasst und der Erlbacher Stürmer staubt mit Glück kurz vor der Torauslinie zur 2:0 Pausenführung ab. 





Alles in allem lief es einfach nicht. Vorne die Chancen nicht nutzen können. Hinten dann auch noch Pech. In der zweiten Halbzeit hatte der ESV dann Erlbach eigentlich nichts mehr entgegen zu setzen. Zwar spielte der ESV teilweise noch gut mit und spielte sich die ein oder andere Chance heraus - nutzen konnte der ESV jedoch keine dieser Torchancen. Stattdessen gab es nach ca. 60 Minuten mit dem 3:0 die Entscheidung. Ein ESV Verteidiger will eine Flanke klären aber trifft den Ball nicht richtig. Ein Erlbacher schnappt sich den Ball und schiebt zum 3:0 ein - die Entscheidung.

In der Folge war die Luft beim ESV raus. Erlbach hatte Spaß am Fußball und das zeigte die stark aufgestellte Mannschaft (fast die Hälfte der Erlbacher Mannschaft spielte letztes Jahr noch in der Kreisklasse - 3 Ligen über der C-Klasse). Es folgten das 4:0, 5:0, 6:0. Zusammengefasst nutzte der SV Erlbach seine Chancen einfach viel konsequenter und entschied das Spiel somit völlig zurecht für sich.

Fazit: Es wird deutlich, dass die zweite Mannschaft sofort an Niveau verliert, wenn 1-2 Leistungsträger fehlen. Prinzipiell könnte man sagen man hat an diesem Tag gegen eine mittelmäßige A-Klassenmannschaft / sehr gute B-Klassenmannschaft mit einer nicht ganz optimal aufgestellten zweiten Mannschaft und schlechter Vorbereitung durch die Hektik die vor dem Spiel ausbrach 6:0 verloren - da gibt es schlimmeres. Gegen eine so aufgestellte Erlbacher Mannschaft wird es nicht viele Mannschaften in der C-Klasse geben, die gegen Erlbach 3 punkten werden.


ESV Mühldorf 1 vs. FC Waldkraiburg 2 - 3:1

Es wurde das erwartet schwere Spiel gegen den FC Waldkraiburg 2. Der A-Klassen-Absteiger kam zwar topmotiviert konnte unserer ersten Mannschaft spielerisch aber extrem wenig bis gar nichts entgegen setzen. Der ESV machte sich aber in diesem Spiel das Leben selbst schwer. Übertrieben ausgedrückt tausende Chancen herausgespielt und keine genutzt. Höhepunkt des Spektakels ein verschossener Elfmeter und der wenige Minuten darauffolgende 0:1 Rückstand, aber der Reihe nach.

Es ging gut los für den ESV. Der ESV von Anfang an mit großem Druck und guten Spielzügen. Der FC Waldkraiburg mit großen spielerischen Problemen und auch konditionell nicht so stark, wie es eventuell einige erwartet hatten. Das Spiel drohte dann etwas zu verflachen, bis plötzlich ein Waldkraiburger im eigenen Strafraum den Ball klar mit der Hand berührte. Obwohl offensichtlich Viktor Färderer als nominell erster Schütze eingeteilt ist schnappte sich Christian Meyer den Ball und - setzte den Ball über das Tor. Wie es im Fußball so läuft fällt fast im direkten Gegenzug das 0:1. Nach einem Freistoß der Waldkraiburger bekommt der ESV den Ball nicht weg - ein Waldkraiburger versucht zu Flanken / zu Schießen, ein Mitspieler hält den Fuß geschickt in die Schussbahn und der Ball trudelt ins Tor. Für viele Mannschaften ist die Kombination aus verschossenem Elfmeter und Gegentor der Genickbruch - nicht für den ESV.

Die Chancenflut ging weiter. Viktor Färderer machte ein klasse Spiel und stand nicht nur bei einem Pfostenschuss in der ersten Halbzeit sondern auch bei einem Lattenknaller in der zweiten Halbzeit im Mittelpunkt sondern viel auch mit vielen anderen, guten Aktionen auf. Dann hatte aber Nicki Golpert seinen großen Auftritt. Nach einer ESV Ecke kann der Waldkraiburger Keeper nur Abklatschen, der Ball hüpft circa 20 Meter vor dem Tor einmal auf, Golpert zielt genau und nagelt den Ball ins Tor! Ein wirklich wunderbares Tor. Ein Traumtor.





Der ESV steckt aber nicht auf, der Ausgleich war lange nicht genug und der ESV wollte die Führung noch vor der Halbzeit erobern. Zunächst Justin Trillitzsch mit einem guten Ball auf Tobias Schmid, der den Ball leider nur auf die Latte Köpfen kann - schon wieder Aluminium. Florian Six dann mit einem genialen Pass auf Spielertrainer Alexander Hirsch, der den Ball gekonnt am Waldkraiburger Keeper vorbeischlenzt - der Ball rollte eigentlich schon ins Tor aber Justin Trilitzsch wollte sich unbedingt auch in die Torschützenliste eintragen und vollendete das eigentlich schon sicher gefallene Tor indem er den Ball über die Linie drosch - die völlig verdiente Führung zur Halbzeit.

In der zweiten Halbzeit wieder nur der ESV. Viele, viele weitere Chancen aber das entscheidende Tor wollte zunächst einfach nicht fallen. Justin Trilitzsch hier wieder mit einigen super herausgespielten Chancen aber mit Pech im Abschluss. Der FC Waldkraiburg schwächte sich dann mit einer Notbremse selbst - der Waldkraiburger Keeper sah in 80. Minute die rote Karte und musste den Platz vorzeitig verlassen. Die Entscheidung besorgte dann Alexander Hirsch - der trotz Grippe in der vergangenen Woche fast durchspielte.

Fazit: Prinzipiell ein sehr gutes Spiel gegen einen generell nicht zu unterschätzenden aber an diesem Tag schwachen Gegner. Die nächsten 3 Punkte sind im Sack. Generell hätte das Spiel auch 10:1 für den ESV ausgehen könnte - die mangelhafte Chancenverwertung lies dies aber nicht zu. Gegen den TSV Kastl muss dies bereits am kommenden Dienstag auf jeden Fall besser werden, sonst wird es bei diesem schweren Gegner nichts mit einem Dreier.